Orientalische Tänze aus 1001 Nacht   Bauchtanz-Show Alina-Amata aus Thüringen

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Orientalische Tänze









 
ORIENTALISCHE TÄNZE - GESCHICHTE ZU DEN EINZELNEN TÄNZEN
BALADI
Der weibliche Solotanz, der Baladi, war einer der populärsten Tänze um
1860/1870. Zum einen wurden kleine Geschichten erzählt, zum anderen
akrobatische Kunststückchen, z.B. das Balancieren von Schwertern auf
dem Kopf, vorgeführt. Der reine Baladi, der ohne Accessoires getanzte
orientalische Tanz, wird nach der dazu gehörenden orientalischen
Tanzmusik dem Beledi auch Belady oder Baladi) getanzt. Normalerweise
ist dieser Tanz ein Inprovisationstanz. Die Tänzerin beginnt sehr erdig
und in sich gekehrt und steigert sich dann zusammen mit der Musik.
Es wird kommunikativ bis extatisch. Musiker und Tänzerin feuern
sich gegenseitig an.



TANZ DER SCHLEIER VON ISCHTAR
Später benannt als "Tanz der Shalome" oder "Willkommenstanz", wurde in der Bibel umgeschrieben
und seine Bedeutung in ihr Gegenteil verfälscht.) - in einer Allegorie auf Tod und Wiedergeburt der
Natur stirbt der Liebhaber Ischtars (Ischtar ist die babylonische Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit)
und wird in die Unterwelt gebracht, die auch den fruchtbaren Schoss der Erde darstellt. Ischtar in
ihrer tiefen Trauer schmückt sich in ihrer ganzen Pracht, um so ihren Geliebten zurückzuholen.
Um in die Unterwelt zu gelangen, muß sie sieben mal sieben Tore passieren. An jeder Gruppe von
Toren muss sie als Preis für den Einlass ein Schmuckstück und einen Schleier ablegen.Während ihrer
Abwesenheit von der Erde wachsen weder Pflanzen, noch gibt es Liebe und Fröhlichkeit. Erst als sie
mit ihrem Geliebten zurückkehrt, erblüht die Natur wieder nach den unfruchtbaren Wintermonaten.


SCHLEIERTANZ
Innerhalb eines Schleiertanzes kann der Schleier viele Funktionen haben. Er kann Bestandteil des
Tanzes sein oder er dient zur Steigerung der Tanzbewegungen. Er kann Körperteile verhüllen oder
einrahmen und so einige Tanzelemente besonders betonen.


TANZ MIT DER FEUERSCHALE
Die Hochzeit ist ein Fest der Freude und ein willkommener Anlass zu
einem geselligen Beisammensein. Die Hochzeit im Jemen dauert mind.
drei Tage. Die Frauen treffen sich im Haus der Braut. Eine speziell dafür
zuständige Künstlerin macht das Haar der Braut zurecht. Die Hände und
Füsse werden mit aufwendigen Mustern verziert.Ihre Handinnenflächen
und ihre Fusssohlen mit Henna rot gefärbt. Die Braut trägt entweder
traditionelle Hochzeitskleidung oder ein modernes weisses Kleid nach
westlichem Vorbild. Dazu gehört selbstverständlich reichlich Gold- und
Silberschmuck. Nach Sonnenuntergangs und Abendgebet gehen die
Männer auf die Strasse und bereiten die Zaffa vor. Sie stellen sich im
Spalier auf, an einem Ende, mit dem Gesicht zum eigenen Haus, steht
derBräutigam, begleitet von seinem Vater, seinen Brüdern und Freunden.
Kinder tragen auf ihren Köpfen Vasen und flache Aluminiumteller mit
Tanz mit der Feuerschale
stark riechenden Weinkraut und brennenden Kerzen. Manchmal sind auch Hühnereier dazugelegt. Sie
sybolisieren reiche Nachkommenschaft. Der Quadi steht auf der gegen überliegenden Seite, da-
zwischen Männer in zwei Reihen aufgestellt. Er singt das Nashit (Texte mit Glück- und Segens-
wünschen). Den Refrain singen die Männer. Die Frauen trillern auf den Hausdächern mit hoher Stimme
den Zaghrada. Wenn der Bräutigam nahe genug an der Tür ist, läuft er ins Haus, wobei er die
Schwelle seines Hauses überspringt. Danach kommt die Braut mit ihrer Familie in das Haus. Sobald
Die Braut die Türschwelle überschritten hat gehört sie zur Familie des Bräutigams. Der offizielle Teil ist
beendet.


TANZ MIT DEM KRUG
Krugtänze kommen aus der agrarischen Religion. Sie sybolisieren
reiche Ernte. Krugtänze sind Folkloretänze, welche sehr oft in Tunesien,
Marokko und Sizilien zu sehen sind. Meistens werden akrobatische
Kunststückchen - als Mittel der Bühnenwirksamkeit vorgeführt.


Tanz mit Krug


KRUGTANZ - alias Alina-Amata
Gehe mit dem Krug zum Wasser, schöpfe mit ihm das Nass aus der
sprudelnden Quelle. Welch eine Plage?! Erfrische deinen Körper, er wird
es dir danken. Und nun wirst du den Krug voll kostbarem Nass in deinen
Garten tragen. Deine Blumen werden nach ihm lächzen und sie werden
dich dafür belohnen. Knospen werden aufspringen, Düfte dich umgeben
und deine Sinne betören. Dann wirst du zu deinen Liebsten gehen und
ihm die schönste deiner Blumen schenken, weil er dich liebt, ehrt und beschützt.
Krugtanz Alina-Amata


TANZ MIT DEM SHAMADAN
Auch Hochzeits- oder Lichtertanz genannt. Das Licht der Kerzen
symbolisiert das Leben und soll den Lebensweg eines Paares erleuchten.
Dieser Tanz erfordert absolute Körperbeherrschung. “Isolieren” heißt
das Zauberwort. Während der Kopf in Ruhestellung ist, sollen weiche
und ausgeladene Bewegungen genauso zu sehen sein, wie schnelle und
harte. Das jonglieren des Leuchters auf dem Kopf bedarf sehr viel
Übung und ist nur für professionelle Tänzerinnen zu empfehlen.
Das Gewicht eines Leuchters kann zwischen 1,5 bis 3 Kilo betragen
(je nach Ausstattung, Material und Kerzenhöhe).
Tanz mit dem Shamadan


STOCKTANZ
Der Stocktanz wird meist nach seiner ursprünglichen Herkunft “Saidi” genannt. Saidi ist ein Landstrich
in Oberägypten (Südägypten). Nach der Herbst-Tag- und Nachtgleiche hielten die alten Ägypter ein
Fest ab, das sich der "Geburtstag des Spazierstocks der Sonne" nannte. Da die Sonne täglich
abnahm und ihre Wärme sich verminderte, sollte sie einen Stab brauchen, auf den sie sich lehnen
konnte. Der König als Vertreter der Sonne lief feierlich um die Mauern des Tempels, um sicher zu
gehen, dass die Sonne ihre tägliche Reise am Himmel ohne Unterbrechung durch eine Finsternis oder
ein anderes Missgeschick fortsetzt.


SCHWERTTANZ
Weit vor der Zeit um 1860/1870 hatten Schwerter eine religiöse Bedeutung. Aus der agrarischen
Religion weiss man, das Menschen geopfert wurden. Im Tempel der syrischen Göttin Astarte in
Hierapolis wurde das grosse Frühlingsfest abgehalten. Eunuchenpriester, die sich durch Gesang
und Getrommel in Trance versetzten, schlitzten ihre Körper auf. Die religiöse Begeisterung artete
hier in ein ansteckendes Wohlbfinden aus. Die Musik und die Raserei der Menge brachte manche
Männer dazu, sich mit Hilfe von Schwertern selbst zu kastrieren. Die Schwerter wurden für solche
Zwecke sogar bereitgestellt. Blutüberströmmt liefen sie durch die Gassen und warfen sich in ihrem
tollen Lauf vor ein Haus. Der so geehrte Haushalt musste diesem Mann weibliche Kleidung und
Schmuck liefern, die er bis an sein Lebensende trug. So manch einer war am nächsten Morgen
erstaunt, was er getan und aber wohl kaum gedacht hatte. Heute ist die Opferung nur noch ein
symbolisches Ritual.


SÄBELTANZ
Ursprünglich tanzte die Braut mit dem Säbel Ihres zukünftigen Mannes.
Dies bedeutete, dass sie absofort die Hüterin der Ehre ihres Mannes war.
Der Säbeltanz in seiner moderen Form, kann in seinem Ausdruck
amazonenhaft kämpferisch bis gefährlich erotisch reichen.
Sehr beliebt ist das Balancieren von Tanzsäbeln auf dem Kopf.
Säbeltanz


TANZ MIT DEM TAMBURIN
Der Tamburintanz wurde ursprünglich von Zigeunern unter freiem Himmel
aufgeführt. Sie wanderten im 19. Jahrhundert aus Indien nach Vorderasien.
Ein Weg führte über Syrien, Ägypten, Nordafrika nach Spanien.
Die Zigeunerfrauen haben den orientalischen Tanz entscheidend beein-
flusst. Sie tanzten auf den Strassen um ihre Familien zu ernähren.
Tanz mit Tamburin